22.03.2017 - Regionales Treffen „Allergene und Zusatzstoffe – Kennzeichnungspflichten in der Schulverpflegung“

Das Thema Allergen- und Zusatzstoffkennzeichnungspflicht für Lebensmittelunternehmer ist immer noch brandaktuell. Sie trifft auch auf diejenigen zu, die Lebensmittel in der Schule anbieten - von professionellen Anbietern in der Schulverpflegung bis hin zum Brötchenverkauf, der durch Eltern, Hausmeister oder auch Schülerfirmen organisiert wird.

Die Allergenkennzeichnung für lose angebotene Ware muss bereits seit dem 13. Dezember 2014 umgesetzt werden und wird in der EU-Verordnung 1169/2011 der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) geregelt. Die nationale Durchführungsverordnung für Deutschland ist noch nicht endgültig verabschiedet. Das Vorgehen ist derzeit noch durch die vorläufige Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung (VorlLMIEV) geregelt. Fakt ist, dass gekennzeichnet werden muss, doch in der Praxis ist das „Wie“ noch oft unklar.

Aktuelle Informationen zur Allergenkennzeichnung finden Sie auch hier auf unserer Internetseite.

Am 22.3.2017 informierte die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen deshalb im Rahmen des Regionalen Treffens „Allergene und Zusatzstoffe – Kennzeichnungspflichten in der Schulverpflegung“ interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Möglichkeiten und Pflichten der LMIV-Umsetzung am Standort Braunschweig.

Wichtig war, die Bedeutung der Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Allergenkennzeichnung zu betonen, denn Betroffene sind in Ihrem Alltag oft stark eingeschränkt. Vor Allem für junge Schülerinnen und Schüler ist das ständige Nachfragen beim Essenskauf ein Problem. Neben einem umfangreichen Einblick in die gesetzlichen Regelungen der LMIV erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer deshalb eine Übersicht über Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten und ihre Symptome. Die 14 zu kennzeichnenden Hauptallergenen und die Zusatzstoffe sowie deren Vorkommen in bereits vorgefertigten Produkten aber auch Gerichten der Zwischen- und Mittagsverpflegung wurden einzeln besprochen.

Zusatzstoffkennzeichnung; Quelle: Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen

Wie die Kennzeichnung in der Praxis umgesetzt werden kann, wurde ausführlich anhand eines Drei-Schritte-Systems erläutert. Zum Schluss erarbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen Beispiele zur guten Umsetzungspraxis der Allergenkennzeichnung in der Mittagsverpflegung, der Zwischenverpflegung sowie dem klassischen Kioskverkauf. Hier war viel Platz für den Austausch über eigene Erfahrungen und Tipps bei der Umsetzung, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rege nutzten. Die Teilnehmenden erhielten viele Beispielmaterialien, die ihnen die Arbeit bei der praktischen Umsetzung der Kennzeichnung ihres Warenangebotes erleichtern. Diese Materialien und Dokumentationsvorlagen finden Sie auch hier auf unserer Internetseite.

22.03.2017 - Regionales Treffen Allergen- und Zusatzstoffkennzeichnung; Quelle: Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen

Eine weitere Veranstaltung zu dem Thema „Allergen- und Zusatzstoffkennzeichnung“ wird im Juni 2017 in Lüneburg geplant. Wir werden auf unserer Internetseite und in unserem Newsletter darüber informieren.

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