30.05.2017 - Regionales Treffen „Küchen- und Mensaplanung in Schulen – zielgerichtet und praxisorientiert“

An niedersächsischen Schulen werden an allen Schulformen immer mehr Mensen eingerichtet und das Thema Schulverpflegung rückt weiter in die Öffentlichkeit. Mensen müssen dabei entweder neu gebaut oder in die bereits vorhandenen Räumlichkeiten durch An- oder Umbau integriert werden. Eine Mensa zielgerichtet und praxisorientiert zu planen, sodass eine hohe Akzeptanz ermöglicht wird, eine gesundheitsförderliche Verpflegung angeboten und auf unvorhergesehene Ereignisse schnell reagiert werden kann, ist in jedem Fall eine große Herausforderung für alle Beteiligten.

Mit einem weiteren Regionalen Treffen zum Thema „Küchen- und Mensaplanung in Schulen – zielgerichtet und praxisorientiert“ (2016 haben bereits zwei Treffen in Hannover und Lüneburg stattgefunden: Informationen dazu hier), hat  die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen (Vesch NI) wieder zahlreiche Vertreter von Schulträgern bei dieser Aufgabe unterstützt und Möglichkeiten für einen zielgerichteten Mensabau aufgezeigt. Die Veranstaltung fand am 30. Mai 2017 in den Räumlichkeiten des Gymnasiums Große Schule in Wolfenbüttel statt.

Als Referent hatte die Vesch NI Herrn Thorsten Kretzschmar von „Hertwig + Kretzschmar AGK – Planung von Großküchen“ aus Hannover eingeladen, der über langjährige Erfahrung in der Entwicklung von individuellen Verpflegungskonzepten im Schulkontext verfügt.

Herr Kretzschmar gab den Teilnehmern zunächst einen Überblick über die verschiedenen Küchen- und Ausgabesysteme und ging im Weiteren auf planerische Details ein. Die Auswirkungen des Verpflegungssystem und auch der Verpflegungsteilnehmerzahl auf die Technik standen im Vordergrund der Präsentation. Auch bezüglich der Kosten konnte er viele Fragen der Teilnehmer beantworten. Zum Schluss gab es noch eine persönliche Empfehlung vom Experten: „Denken Sie nicht in Schubladen. Ein sehr gut geeignetes Verpflegungssystem ist die Kombination aus einer Aufbereitungs- und Regenerierküche mit einer Mischküche, in der frische Komponenten hinzugekocht werden können.“

Wie das Ganze in die Praxis umgesetzt werden kann, konnten die Teilnehmer direkt vor Ort besichtigen: In der Mensa  der Großen Schule werden ebenfalls einige Komponenten angeliefert und regeneriert und andere Komponenten frisch zubereitet. Der Küchenleiter Herr Zabel ermöglichte einen Einblick in die Arbeit der Küche und erläuterte, auf welche Aspekte man aus Sicht des Caterers bezüglich der Küchenplanung achten muss und was es braucht, damit eine höchstmögliche Akzeptanz für die Schulmensa bei allen Beteiligten erreicht werden kann.

Was bei der Findung eines Caterers beachtet werden muss, wie eine Ausschreibung für Caterer gestaltet werden sollte und wie die Auswertung von Catererangeboten vorzunehmen ist, erläuterte Ulrich Meinecke, ebenfalls Mitarbeiter des Fachplanerbüros. Eine sehr gute Grundlage für die Ausschreibung und Auswertung von Catererangeboten ist der DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung. Des Weiteren gilt: je detaillierter die Ausschreibung, desto größer die Garantie für ein gutes und zielgruppengerechtes Angebot.

 Die Veranstaltung war ein großer Erfolg. Bereits nach einigen Tagen der Veröffentlichung war sie ausgebucht. Folgeveranstaltungen zu diesem Thema sind deswegen weiterhin geplant. Die aktuellen Termine finden Sie zu gegebener Zeit hier.

 

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 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
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