08.06.2017 - Regionales Treffen „Allergene und Zusatzstoffe – Kennzeichnungspflichten in der Schulverpflegung“

Das zweite Regionale Treffen zur Allergen- und Zusatzstoffkennzeichnung in der Schulverpflegung hat die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen in diesem Jahr am Standort Lüneburg angeboten. Das Thema ist weiterhin nachgefragt, denn die Kennzeichnungspflicht trifft auf alle zu, die Lebensmittel in der Schule anbieten - von professionellen Anbietern in der Schulverpflegung bis hin zum Brötchenverkauf, der durch Eltern, Hausmeister oder auch Schülerfirmen organisiert wird.

Und so informierten sich am 08.06.2017 rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Lüneburg über die aktuelle LMIV und die daraus resultierenden Möglichkeiten und Pflichten für eine Umsetzung der Kennzeichnung von Allergenen und Zusatzstoffen in der Schulverpflegung. Neben der Betonung, wie wichtig eine gute Allergenkennzeichnung für Allergiker ist, stand vor allem die Umsetzung der Kennzeichnung in der Praxis im Vordergrund. Von zentraler Bedeutung für die Teilnehmenden war vor allem, dass die Umsetzung für die unterschiedlichen Bereiche der Schulverpflegung, also von der Mensa bis hin zum kleinen Verkaufskiosk, übersichtlich und praktikabel ist und die Gäste nicht abschrecken darf - schließlich müssen insgesamt 14 Hauptallergene gekennzeichnet und 12 Zusatzstoffkennzeichnungen berücksichtigt werden.

Die Allergenkennzeichnung für lose angebotene Ware muss bereits seit dem 13. Dezember 2014 umgesetzt werden und wird in der EU-Verordnung 1169/2011 der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) geregelt. Die nationale Durchführungsverordnung für Deutschland ist noch nicht endgültig verabschiedet. Das Vorgehen ist deshalb durch die vorläufige Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung (VorlLMIEV) geregelt. Fakt ist, dass gekennzeichnet werden muss, doch in der Praxis ist das „Wie“ noch oft unklar.Aktuelle Informationen zur Allergenkennzeichnung finden Sie auch hier auf unserer Internetseite. http://www.dgevesch-ni.de/index.php/schulverpflegung/kennzeichnungspflicht

Wie die Kennzeichnung optimal umgesetzt werden kann, wurde ausführlich anhand eines Drei-Schritte-Systems erläutert. Dabei haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre eigenen Erfahrungen mit der Kennzeichnung sowie ihre Umsetzung in der Praxis eingebracht und sich intensiv untereinander ausgetauscht. Einige hatten ihre eigenen Speisepläne und Kioskaushänge mitgebracht, um diese in der anschließenden Kleingruppenarbeit zu besprechen und nach den aktuellen Kenntnissen zu optimieren. Die vielen Beispielmaterialien, die die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen für eine praktikable und einfache Umsetzung zusammengestellt hat, waren dabei sehr hilfreich. Diese Materialien und Dokumentationsvorlagen finden Sie auch hier auf unserer Internetseite. http://www.dgevesch-ni.de/index.php/schulverpflegung/kennzeichnungspflicht/beispielmaterialen-schulverpflegung

Eine nächste Veranstaltung zu dem Thema „Allergen- und Zusatzstoffkennzeichnung“ wir im Januar 2018 in Osnabrück stattfinden. Wir werden dazu rechtzeitig auf unserer Internetseite und in unserem Newsletter informieren.

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