29.05.2017 - BfR-Forschung: Nachweis des Übergangs von Aluminium aus Menüschalen in Lebensmittel

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) veröffentlichte am 29. Mai 2017 erste Ergebnisse seines Forschungsprojektes „Ausmaß der Freisetzung von Metallen aus Lebensmittelkontaktmaterialien“. Untersucht wurde das Maß der Freisetzung von Aluminiumionen aus unbeschichteten Aluminiummenüschalen und deren Übergang in saure Prüflebensmittel unter den Bedingungen des Cook & Chill-Verfahrens einschließlich einer anschließenden Warmhaltephase.

Das Cook & Chill-Verfahren kommt in der Gemeinschaftsverpflegung häufig zum Einsatz – so auch bei sensiblen Personengruppen, wie Senioren und Kindern bis hin zu Kleinkindern. Als Prüflebensmittel dienten Sauerkrautsaft, verdünntes Apfelmus und passierte Tomaten, welche in unbeschichteten Aluminiumschalen den üblichen Arbeitsschritten des Cook & Chill-Verfahrens ausgesetzt wurden: Heißabfüllung, Schnellabkühlen, Kühllagern und Wiedererhitzen. Eine Warmhaltephase folgte, um reale Bedingungen zu simulieren. Anschließend wurde der Übertritt von Aluminiumionen im sauren Lebensmittel gemessen.Die Ergebnisse zeigen, dass tatsächlich hohe Mengen Aluminiumionen in die Lebensmittel übergehen. Ein besonders großer Anteil geht in der Warmhaltephase über – je länger, desto mehr. Der Freisetzungsgrenzwert für Aluminium aus metallischen Materialien liegt bei 5 mg pro Kilogramm Lebensmittel. Die vom BfR gemessenen Werte übersteigen diesen Grenzwert zum Teil bis zu um ein sechsfaches. Das BfR plant weitere Untersuchungen mit salzhaltigen Prüflebensmitteln.

Als Konsequenz aus diesen erschreckend hohen Werten und der auch ohne dies schon hohenAluminiumbelastung der Bevölkerung empfiehlt das BfR gerade bei der Verpflegung von (Klein-)Kindern und Senioren, die häufig täglich gemeinschaftlich verpflegt werden, von der Verwendung von unbeschichteten Aluminiumschalen abzusehen.

Hier finden Sie weiter Informationen zum Download:

BfR-Stellungnahme Nr. 007/2017 vom 29.05.2017: Unbeschichtete Aluminium-Menüschalen: Erste Forschungsergebnisse zeigen hohe Freisetzung von Aluminiumionen

BfR-FAQ vom 08.06.2017: Fragen und Antworten zu Aluminium in Lebensmitteln und verbrauchernahen Produkten

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung, Pressemitteilung 21/2017, 29.05.2017

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