Pressemitteilungen

27.04.2016 - Sechs Millionen Euro jährlich für mehr gesundes Obst und Gemüse an Schulen

Niedersachsen stockt das Schulobst- und Schulgemüseprogramm der EU um 50 Prozent auf – Minister Meyer: Noch mehr Schulen profitieren vom Vitamin-Erfolgsprogramm

Das Land Niedersachsen weitet zum kommenden Schuljahr sein Schulobst- und Schulgemüseprogramm erheblich aus. Die Kommission der Europäischen Union (EU) stellt dafür jetzt eine um 50 Prozent höhere Förderung von jährlich 4,5 Millionen Euro bereit, nachdem das Land seinen Anteil an der Finanzierung mit der politischen Liste von SPD und Grünen auf 1,5 Millionen Euro erhöht hatte. „Ich freue mich sehr über die Unterstützung der Regierungsfraktionen für das Vitamin-Erfolgsprogramm. Jetzt können noch sehr viel mehr Schulen teilnehmen, denn das Programm ist äußerst beliebt und sehr gefragt", sagte Ernährungsminister Christian Meyer heute (Mittwoch) bei der Vorstellung der neuen Zahlen. Insgesamt könnten bald bis zu 150.000 Kinder in Niedersachsen regelmäßig mit kostenlosem Obst und Gemüse versorgt werden, so der Minister. „Das ist eine gute Investition in die Gesundheit und nachhaltige Ernährung unserer Kinder, denn sie sind langfristig die Gewinner."

Die Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen erhalten dreimal wöchentlich eine Portion Obst oder Gemüse von 100 Gramm. Die Portionen werden morgens von den Kindern und Lehrern, aber oft auch unter Mithilfe von Eltern und Großeltern in der Schule vorbereitet. Rund zwei Drittel von über 1.000 Tonnen geliefertem Obst und Gemüse im abgelaufenen Schuljahr stammten dabei aus ökologischem Anbau. Derzeit sind gut 700 niedersächsische Schulen dabei - mit rund 112.000 Schülerinnen und Schülern. Weitere Schulen standen bisher auf der Warteliste. Alle Schulen, die im Schuljahr 2016/17 erneut am Schulobstprogramm teilnehmen wollen, müssen sich auf der Internetseite des Programms zurückmelden. Das Rückmeldeverfahren und die Bewerbungsfrist für neue Schulen laufen noch bis Montag, 2. Mai. Bisher haben sich schon 80 zusätzliche Schulen mit 13.000 Schülern beworben. „Das EU-Schulobstprogramm ist ein Renner", sagte Meyer erfreut.

27.04.2016 - Der aid-Qualitätsfächer für Lebensmittel. Viel Potenzial für die schulische Verbraucherbildung

Was heißt gute Qualität bei einem Lebensmittel? Es schmeckt und sieht makellos aus? Es wurde fair und ökologisch produziert? Oder es passt zum Lifestyle, ist bequem und cool? Das neue Unterrichtsmaterial „Lebensmittelqualität beurteilen“ vom aid infodienst stellt sich diesen Fragen und lenkt die Aufmerksamkeit der Lernenden auf acht Dimensionen von Lebensmittelqualität.

Ob Joghurt, Schokolade oder Smoothie – bei jedem Lebensmittel können sich die Jugendlichen differenziert mit unterschiedlichen Qualitätskriterien auseinandersetzen. Sie hinterfragen ihre Kaufmotive und entdecken, was Qualität alles bedeuten kann. Abstrakte Begriffe wie Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, artgerechte Tierhaltung oder Lifestyle werden greifbar und verständlich. Sie finden eine Menge über das Produkt heraus und können dieses individuell und möglichst vielschichtig bewerten. Das Ziel: Lebensmittel reflektierter und qualitätsbewusster auswählen können.
Denn nur, wer Zusammenhänge kennt, kann sich bewusst durch seinen eigenen Essalltag bewegen.

20.04.2016 - Weniger Lebensmittel wegwerfen: Das tut auch der Umwelt gut

Wenn weniger Lebensmittel verschwendet werden, ist das nicht nur ein Beitrag gegen Hunger und Unterernährung in den armen Ländern der Erde. Gleichzeitig verringert sich der Ausstoß von Treibhausgasen, der mit Klimafolgen wie Wetter-Extremen und dem Anstieg der Meeresspiegel verbunden ist. Das hat eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung bestätigt. Die Wissenschaftler hatten weltweit untersucht, mit welchen Nahrungsmittelverlusten in den einzelnen Ländern zu rechnen ist und welche Emissionen damit verbunden sind.

12.04.2016 - Vegane Ernährung – DGE rät zu Nährstoffpräparaten und qualifizierter Beratung

In Deutschland interessieren sich immer mehr Menschen für eine vegane Ernährung. Die Angaben, wie viele Menschen sich vegan ernähren, schwanken zwischen 0,1 % und 1 % der Bevölkerung. Veganer essen ausschließlich pflanzliche Lebensmittel, sie lehnen alle tierischen Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier und daraus hergestellte Produkte und Zusatzstoffe ab.

Bei einer veganen Ernährung fehlen ohne die Zufuhr entsprechender Alternativen die in tierischen Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe. In ihrem aktuellen Positionspapier [1] zur veganen Ernährung rät die DGE daher Menschen, die sich vegan ernähren möchten, dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat einzunehmen, gezielt nährstoffdichte Lebensmittel und angereicherte Lebensmittel auszuwählen, die Versorgung mit Nährstoffen regelmäßig vom Arzt überprüfen zu lassen und ggf. zu Nährstoffpräparaten zu greifen sowie sich von einer qualifizierten Ernährungsfachkraft informieren und beraten zu lassen.

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