Pressemitteilungen

14.03.2018 - Erfolgreich „nudgen“ in Kantine und Mensa - Drei neue Praxisleitfäden vorgestellt

Mit Hilfe von kleinen Veränderungen gelingt es, dass Essensteilnehmer in Kantinen und Mensen zu gesünderen Speisen- und Getränkealternativen greifen. Einige sanfte Anstups-Maßnahmen, neudeutsch als „Nudging“ bezeichnet, stellte Professor Dr. Gertrud Winkler von der Hochschule Albstadt Sigmaringen kürzlich auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft in Stuttgart vor.

In zwei Verbundstudien wurde Nudging in einer Bundeswehrkantine, in einer Hochschulmensa und in einer Schulmensa eines bayerischen Gymnasiums eingeführt und getestet. In der Truppenküche gelang es zum Beispiel durch Platzierung von Wasserflaschen neben dem Getränkeautomaten für Softgetränke den Wasserkonsum innerhalb eines Jahres um 9 Prozent zu steigern. Bei geschnittenem Obst stieg der Verzehr um 29 Prozent an. Erreicht wurde das, indem es in Gläsern anstatt in weißen Schalen angeboten wurde und die Milchdesserts und der Wackelpudding außer Reichweite am Ende der Ausgabetheke präsentiert wurden.

07.02.2018 - Mehr Obst und Gemüse für Grundschüler

Schulobstprogramme sind erfolgreich

Schulobstprogramme sind offenbar ein gutes Konzept. Denn wenn Grundschüler an mehreren Tagen in der Woche kostenlos Obst und Gemüse erhalten, greifen sie häufiger zu. Das hat eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn und Koblenz-Landau bestätigt, an der knapp 670 Dritt- und Viertklässlern an Schulen in Nordrhein-Westfalen beteiligt waren.

Die 7- bis 10-Jährigen wurden in drei Gruppen eingeteilt, die an drei Tagen bzw. zwei Tagen wöchentlich oder gar nicht am Schulobstprogramm teilnahmen. Zu Beginn und nach Ablauf eines Jahres machten die jungen Probanden mit fachlicher Unterstützung Angaben zu den in den vergangenen 24 Stunden gegessenen Speisen und Getränken.

Nach einem Jahr hatte sich der Obst- und Gemüsekonsum der Kinder bei drei, aber auch bei zwei Schulobsttagen in der Woche deutlich erhöht.
Der Effekt war an Tagen mit Schulobstausgabe besonders ausgeprägt, aber auch an „normalen“ Tagen nachweisbar. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Schulobstprogramme auch langfristig das Ernährungsverhalten verbessern können. Allerdings sind für gesicherte Aussagen weitere Studien notwendig, geben die Wissenschaftler im „Journal Public Health Nutrition“ zu bedenken.

01.12.2017 - Webseiten von „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“ optimiert

DGE-Qualitätsstandards stehen im Fokus

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat die Internetseiten für die Gemeinschaftsverpflegung überarbeitet. „Wir wollen die Fachkräfte der Verpflegung direkt erreichen und sie dabei unterstützen, ihr Speiseangebot zu verbessern. Denn die Qualität der Verpflegung kann noch deutlich gesteigert werden“, sagt DGE-Geschäftsführer Dr. Helmut Oberritter. Für das Projekt „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“, gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die DGE jetzt ihr Service-Angebot im Netz ausgebaut und aktualisiert.

Die überarbeiteten Internetauftritte von „FITKID“, „Schule + Essen = Note 1“, „JOB&FIT“, „Station Ernährung“ und „Fit im Alter“ präsentieren sich in modernem Design. Neue Rubriken, wie beispielsweise zum Thema „Nachhaltigkeit“, eine stärkere Fokussierung auf die DGE-Qualitätsstandards und übersichtliche Referenzkarten sprechen die Nutzer an.

Von hier gelangen Sie direkt zu Ihrem gewünschten Projekt: http://www.dge.de/wir-ueber-uns/in-form-in-der-gv/#c237

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.; DGE intern 13/2017 vom 01.12.2017

25.10.2017 - Lebensmittel wertschätzen: Neue Internet-Plattform von Bund und Ländern

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jedes Jahr in der Industrie, bei Großverbrauchern, im Handel und in Privathaushalten weggeworfen. Deutschland hat sich dem Ziel der Vereinten Nationen verpflichtet, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverluste zu verringern. Das kann nur gelingen, wenn sich alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette beteiligen und das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel steigt. Dazu ist die neue Internetplattform www.lebensmittelwertschätzen.de unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft entstanden. Die Seite ist der erste Online-Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen Strategie von Bund und Ländern zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen und -verlusten.
Die neue Website zeigt bereits 80 konkrete Aktivitäten für die gesamte Wertschöpfungskette. Die Beiträge verteilen sich auf die vier Hauptbereiche Produktion, Handel, Außer-Haus-Verpflegung und Gesellschaft. Die Aktivitäten demonstrieren, wie unterschiedlich man sich dem Thema Lebensmittelwertschätzung widmen kann. Sie dienen dabei als Best-Practice-Beispiele und zeigen gleichzeitig Kontakt- und Mitmachmöglichkeiten auf. Durch eine Filterfunktion kann der Nutzer auch herausfinden, ob in seiner Nähe Projekte stattfinden, bei denen er mitwirken kann. Neue Aktionen sollen laufend dazu kommen:

Die Seite stellt Checklisten, Kalkulationstabellen oder Schulungsmaterial vor.

Die Inhalte sind zum Teil aus dem Projekt „Lebensmittel Abfall vermeiden“ der FH Münster hervorgegangen sowie im Rahmen der Initiative Zu gut für die Tonne entstanden. Zudem gibt die Seite www.lebensmittelwertschätzen.de auch einen Einblick in internationale Aktivitäten gegen Lebensmittelverschwendung.

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), 25.10.2017

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