04. September 2026

Wissenschaftliche Studie im Auftrag der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) 

Situation der Kita- und Schulverpfleger in Deutschland

Die im Auftrag der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) durchgeführte Studie „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Kita- und Schulverpflegung im Spannungsfeld von Versorgungsauftrag, Qualität und Kostendruck“ befragte bundesweit 305 Verpflegungsanbietende. Diese beliefern insgesamt mehr als 33.000 Einrichtungen, darunter über 10.000 Schulen. Darüber hinaus übernehmen viele von ihnen zusätzliche Ausgaben, etwa im Bereich der Essensausgabe, der technischen Ausstattung oder der Ernährungsbildung.

Die Studie zeigt zugleich eine Reihe von Herausforderungen für die Zukunft der Kita- und Schulverpflegung auf:

  • Die Teilnahmezahlen am Schulessen gehen insbesondere an weiterführenden Schulen zurück. Um mehr Jugendliche für die Gemeinschaftsverpflegung zu gewinnen, spielen neben der Essensqualität auch Faktoren wie Mensa-Atmosphäre, Bestellsysteme und die Organisation der Mittagspause eine wichtige Rolle.
  • Höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit, Bio-Anteile und besondere Kostformen stehen häufig begrenzten finanziellen Ressourcen gegenüber.
  • Bei öffentlichen Ausschreibungen bleibt der Preis vielfach das wichtigste Vergabekriterium, während Qualitätsaspekte nach Einschätzung vieler Anbieter zu wenig berücksichtigt werden.
  • Drei Viertel der Befragten wünschen sich verlässlichere politische Rahmenbedingungen sowie eine stärkere Berücksichtigung von Qualität und Gesundheitsförderung in Ausschreibungsverfahren.
  • Die Inanspruchnahme des Bildungs- und Teilhabepakets für das Mittagessen wird als niedrig eingeschätzt. Als wesentliche Ursache nennen die Befragten bürokratische Hürden.

Insgesamt verdeutlicht die Studie, dass die Kita- und Schulverpflegung einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit, Bildung und sozialer Teilhabe leistet. Gleichzeitig sind verbesserte Rahmenbedingungen erforderlich, um Qualität, Nachhaltigkeit und Chancengerechtigkeit langfristig zu sichern.