Pressemitteilungen

06.11.2018 - Besseres Schulessen muss nicht viel teurer sein

DGE veröffentlicht KuPS-Studie zu Kosten der Schulverpflegung

Auf dem heutigen Bundeskongress Schulverpflegung in Berlin stellte die DGE erste Ergebnisse zu Kosten- und Preisstrukturen in der Schulverpflegung (KuPS) vor. Damit liegen neben Modellrechnungen zu Kosten für die Bereitstellung der Schulessen erstmals Daten vor, welche Kosten beim Schulträger für Verwaltungsaufgaben rund um die Schulverpflegung entstehen. An der KuPS-Befragung zur Organisation der Schulverpflegung haben bundesweit 488 Schulträger teilgenommen.

Mehr als drei Millionen Schüler in Ganztagsschulen haben Anspruch auf ein Mittagessen in der Schule. Um eine ausgewogene Schulverpflegung anbieten zu können, müssen entsprechende Strukturen beim Schulträger und in den Schulen vorhanden sein bzw. geschaffen werden. „Es lohnt sich, bundesweit in die Infrastruktur zu investieren, damit alle Schulen eine ausgewogene Verpflegung anbieten können. Ob gut gebildete oder bildungsferne Schichten, Schule und Teilhabe am Schulessen vereint alle miteinander und sorgt für Chancengleichheit“, sagte Prof. Ulrike Arens-Azevêdo, Präsidentin der DGE.

Wie gut ist das Schulessen in Deutschland?

Die IN FORM Redaktion sprach aktuell mit Professorin Ulrike Arens-Azevedo über die Ergebnisse der von ihr geleiteten Studie zur Qualität der Schulverpflegung in Deutschland. Ausserdem ging sie der Frage nach, was Eltern über das Schulessen wissen sollten. Lesen Sie hier das gesamte Interview...

Quelle: IN FORM Newsletter Oktober 2018

UNO zeichnet Initiativen für klimafreundliche Schulernährung aus

Schulküchen können klimarelevante Emissionen einsparen

Die deutschen Projekte „KEEKS – Klimafreundliche Schulküchen“ und „Aktion Pflanzen-Power“ dürfen sich über eine gemeinsame internationale Würdigung freuen: Das Sekretariat der UN-Klimaschutzkonferenz in New York gab kürzlich die 15 Gewinner seines Klimapreises „Momentum for Change“ bekannt. Insgesamt waren weltweit mehr als 560 Projekte für den Preis eingereicht worden.

Ein engagiertes Schulküchenteam könnte mehr als 40 Prozent Treibhausgase einsparen: Das zeigen Messungen und Berechnungen in Kölner Ganztagsschulen, in denen täglich frisch gekocht wird. Dr. Michael Scharp vom IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in Berlin hat das Projekt initiiert. Vier Forschungseinrichtungen erarbeiteten gemeinsam mit einer NGO und einem Bildungsträger 22 klimafreundliche Maßnahmen für Schulküchen. „Entscheidend ist: Den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung folgen und nur zwei Mal in der Woche Fleisch auf den Speiseplan setzen. Wer vegetarisch, etwa mit Hülsenfrüchten kocht, spart noch mehr Treibhausgase“, erklärt Scharp die wichtigsten Maßnahmen. Die beteiligten Wissenschaftler raten darüber hinaus, konsequent Speiseabfälle zu vermeiden sowie in moderne Küchentechnik, insbesondere Tiefkühlgeräte, zu investieren. Das Bundeszentrum für Ernährung hat das Projekt im wissenschaftlichen Beirat begleitet.

Die Preisverleihung findet während der nächsten UN-Klimakonferenz im Dezember 2018 in Katowice (Polen) statt.

Weitere Informationen:

KEEKS-Projekthomepage: https://elearning.izt.de/course/view.php?id=67

Nationale Klimaschutzinitiative: https://www.klimaschutz.de/projekt/keeks-klima-und-energieeffiziente-kuche-schulen

Quelle: BZfEBZfE-Newsletter Nr. 44 vom 31. Oktober 2018

NAHGAST-Rechner für Großküchen

Nachhaltigkeit von Speisen bewerten

Betreibern von Großküchen steht ab sofort ein einfaches Tool zur Verfügung, mit dessen Hilfe sie ihr Angebot nachhaltiger gestalten können. Der NAHGAST-Rechner zur Bewertung von Speisen ist ein Ergebnis des NAHGAST–Verbundprojekts, in dem die Fachhochschule Münster, die TU Berlin, das Faktor 10-Institut sowie das Wuppertal Institut zusammenarbeiten, um Konzepte zum nachhaltigen Produzieren und Konsumieren von Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung zu entwickeln, zu erproben und zu verbreiten.

Mit Hilfe einer Datenbank lassen sich im NAHGAST-Rechner einfache Messungen und Bewertungen der Nachhaltigkeit von Speisen und Angebotsalternativen durchführen. Der Rechner betrachtet die ökologische, die soziale und die gesundheitliche Dimension einer Speise. Somit werden u.a.

Ressourceneinsatz, Klimagase sowie Salz- und Kaloriengehalt einer Mahlzeit genau unter die Lupe genommen. Die Datenbasis enthält derzeit noch eine begrenzte Auswahl gängiger Zutaten, die jedoch weiter ausgebaut wird. Der Rechner steht kostenlos zur Verfügung. Darauf weist das Nationale Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ) hin.

Weitere Informationen:
https://www.nahgast.de/

Quelle: BZfE-Newsletter Nr. 44 vom 31. Oktober 2018

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