24. Juni 2026

Schulverpflegung stärkt Bildungschancen weltweit

Bildungserfolg und Teilhabe nachhaltig verbessern

Aus dem UNESCO Global Education Monitoring (GEM) Report 2026 geht hervor, dass Schulessen weltweit zu den wichtigsten Hebeln gehört, um Bildungsgerechtigkeit zu fördern und Teilhabe zu verbessern.

Rund 84 Prozent aller Länder verfügen über ein Schulverpflegungsprogramm. Im Grundschulalter erhalten durchschnittlich 29 Prozent der Kinder kostenlose oder vergünstigte Mahlzeiten. Seit 2000 hat sich die Zahl der Länder, die Schulessen als Finanzierungsinstrument für benachteiligte Gruppen und damit als Teil einer gerechten Bildungsfinanzierung einsetzen, verdoppelt. Gleichzeitig ist seit 2020 die Anzahl der Staaten mit neuen Schulmahlzeitenprogrammen gestiegen und viele weitere Länder haben bestehende Programme ausgebaut. Der Bericht wertet dies als Teil eines weltweiten Trends, soziale Unterstützung stärker mit Bildungspolitik zu verknüpfen.

Die positiven Auswirkungen von Schulessen sind außerdem wissenschaftlich belegt. Studien aus 25 Ländern zeigen, dass durch bereitgestellte Schulmahlzeiten die Einschulungsraten erhöht werden können. Schulverpflegung trägt damit nicht nur zur Ernährungssicherung bei, sondern verbessert zudem die Bildungsteilhabe.

Doch der GEM Report sieht auch erheblichen Handlungsbedarf. Denn weniger als jedes zehnte Land verfüge über ein Finanzierungssystem, das konsequent auf Bildungsgerechtigkeit ausgerichtet ist und Schulmahlzeiten dabei mit berücksichtigt. Der Bericht macht zudem deutlich, warum Investitionen in Schulmahlzeitenprogramme notwendig bleiben: Nach aktuellen Prognosen wird das UNESCO-Bildungsziel für 2030 wird weltweit verfehlt. Noch immer haben über 270 Millionen Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Schulbildung. Schulverpflegung allein kann diese Herausforderung nicht lösen, wird jedoch vom GEM Report als ein zentraler Baustein integrierter Bildungs- und Sozialpolitik bewertete. Durch diesen kann der Zugang zur Schule verbessert werden, um mehr Kindern einen erfolgreichen Bildungsweg zu ermöglichen.

Zum Report:
UNESCO: Global Education Monitoring

Quelle des Beitrags: Verband deutscher Schul- und Kitacaterer e.V.