Entwicklung eines Handlungsleitfadens

„Implementierung von Gelingensfaktoren für die Schulverpflegung an Grund- und weiterführenden Schulen“

 

Das Projekt, das den Titel „Entwicklung eines Handlungskatalogs für die Implementierung von Gelingensfaktoren für die Schulverpflegung an Grund- und weiterführenden Schulen“, trägt und durch Mittel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finanziert wird, ist eine Fortsetzung des Nordländerprojekts 2017/18, an dem die Vernetzungsstellen Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein beteiligt sind.

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist, Handlungsfelder einer gelingenden Schulverpflegung systematisch zu erfassen, in einen Diagnosebogen zu übersetzen und mit einem Leitfaden handhabbar zu machen. Dieser Leitfaden soll die Beratungspraxis von Vernetzungsstellen in Schulen unterstützen und erleichtern. Des Weiteren soll dieser eine schnelle Situationsanalyse an den Schulen ermöglichen. Unterschiedliche quantitative Untersuchungen, die sich mit der aktuellen Situation der Schulverpflegung befassen, zeigen, dass mit zunehmendem Alter die Beteiligung der Schüler*innen an der Mittagsverpflegung immer mehr abnimmt. Das Essen wird abgelehnt, die Zufriedenheit sinkt.

Bisher fehlt die Frage nach dem Wieso? Um diese Frage zu beantworten, bieten sich qualitative Untersuchung an, denn diese sind näher am Alltagsgeschehen der Handelnden als quantitative Untersuchungen, die dem Alltagsgeschehen mit einer Distanz begegnen. Noch gibt es zu wenige Untersuchungen, die die Innenperspektive der Schüler*innen untersuchen und ein Verständnis für ihr Handeln und ihre Ansichten entwickeln. Hier setzt das Projektvorhaben an und zeigt einen Wechsel der Perspektive zum Schulessen auf, in dem die Schüler*innen mit ihren subjektiven Einstellungen und Meinungen zum Schulessen und einer gelingenden Schulverpflegung im Zentrum stehen. Dabei stellen sich folgende Fragen: Wie sieht eine gelingende Schulverpflegung in der Alltagswirklichkeit der Schüler*innen aus? Welche Narrative entwickeln sie dazu?

Zur Erreichung des Projektziels kommen Methoden der sozialwissenschaftlichen Forschung zum Einsatz. Es werden leitfaden- und audiogestützte Fokusgruppendiskussionen mit Schüler*innen an weiterführenden Schulen in den genannten Bundesländern durchgeführt und ausgewertet. Die aus den Fokusgruppendiskussionen ermittelten Ergebnisse werden partiell in bestehende Handlungsfelder, die im Vorprojekt für Grundschulen entwickelt wurden, überführt. Ein Teil der Ergebnisse dient zur Entwicklung eines neuen Handlungsfeldes, so dass der Handlungsleitfaden für die Beratungstätigkeit Ende 2020 fertiggestellt wird.​

 

Ansprechpartnerin für das Teilprojekt an der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen ist Nelli Betke. und steht Ihnen gerne bei Fragen zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie hier.