Schulverpflegung
Pausen- und Zwischenverpflegung
Schulverpflegung ist mehr als Mittagessen: Auch Angebote am Morgen und in den Pausen sind wichtig, da viele Kinder ohne Frühstück oder Pausenbrot zur Schule kommen.
Veranstaltungen und Projekte
Sie planen ein Frühstücksangebot an Ihrer Schule oder möchten Ihr bestehendes weiterentwickeln? Dann laden wir Sie herzlich zu unserem Online-Frühstückstalk ein! Der nächste Termin ist der 04. Juni 2026.
Auch unser aktuelles IN FORM-Projekt „Gut gefrühstückt in den Schulalltag“ beschäftigt sich mit dem Thema.
Warum die Pausen- und Zwischenverpflegung in der Schule eine Chance ist
Das erste oder das zweite Frühstück vormittags und die Zwischenmahlzeit am Nachmittag sind für eine über den Tag verteilte Energie- und Nährstoffversorgung wichtig, denn dadurch lässt sich unsere physiologische Leistungskurve positiv beeinflussen. Das fängt schon morgens an: Ein gesundes Frühstück füllt die Energiereserven wieder auf, die der Körper über Nacht abbaut. Und Zwischenmahlzeiten am Vor- und am Nachmittag können einen Leistungsabfall zwischen den Hauptmahlzeiten abmildern. Häufig fehlt zu Hause die Zeit oder das Geld für ein gesundes Frühstück; viele Kinder und Jugendliche kaufen sich auf dem Weg zur Schule süße und fettreiche Snacks, wenn sie das Geld dazu haben. Ein guter Start in den Tag geht besser. In einer ernährungsphysiologisch ausgewogenen Pausenverpflegung liegt also eine große Chance für Gesundheitsförderung.
Das Angebot gestalten
Ein Zwischenverpflegungsangebot kann aus kalten oder warmen Speisen und Getränken bestehen. Die Speisen haben eher Snack-Charakter und sollten hinsichtlich der Portionsgrößen einen kleineren Umfang als Hauptmahlzeiten aufweisen. Welche Lebensmittel für die Pausen- und Zwischenverpflegung empfehlenswert sind, lesen Sie im DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen. Einen kompakten Überblick finden Sie hier. Wichtig ist, dass das Speisen- und Getränkeangebot nicht in Konkurrenz zur Mittagsmahlzeit steht und sich die Angebote hinsichtlich ihres Gesundheitswertes nicht widersprechen.
Schüler*innen sind durchaus aufgeschlossen für frisches Obst oder Gemüserohkost, Quark- oder Joghurtspeisen, lecker belegtes Brot oder energiearme Getränke – es kommt darauf an, wie es angeboten wird. Zentral für die Akzeptanz ist ihre Beteiligung bei Auswahl und ggf. Zubereitung der Speisen sowie eine Angebotstiefe, die Auswahlmöglichkeiten lässt. Für viele Kinder und Jugendliche zählt das Image, das vom Speisenangebot ausgeht!
Unterstützung bei der Angebotsgestaltung finden Sie hier:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung | Schule + Essen = Note 1
- Informationsseite: Schulfrühstück
- Frühstücken in der Schule – Wegweiser zur Einführung eines Schulfrühstücks für Grund- und Förderschulen (PDF)
- Zwischenverpflegung im Schulalltag – Tipps für eine gesunde, nachhaltige und leckere Pausenbox (PDF)
- Informationsseite: Snacks an weiterführenden Schulen
Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen: Trinken in der Schule – Wasser ist der ideale Durstlöscher
Vernetzungsstelle Schulverpflegung Nordrhein-Westfalen:
- Frühstück und Zwischenverpflegung in der Schule
- Handreichung „Pause mit Genuss“ – Fachinformationen, Praxis-Tipps und Ideen für die Zwischenverpflegung (PDF)
Vernetzungsstelle Schulverpflegung Sachsen-Anhalt:
Weitere Links:
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung: Netzwerk Schüler:innen-Firmen
Mensa wird zentraler
Wenn es an Ihrer Schule bereits eine Mensa gibt, sollten Sie versuchen, das Pausenangebot von dort aus anzubieten. So können Sie die vorhandene Infrastruktur nutzen. Wird Ihre Schulmensa von einem Caterer betrieben, müssen Sie Details der Nutzung mit ihm abstimmen.
Als Schule können Sie Pausenangebote in Eigenregie anbieten oder einen Dienstleister damit beauftragen (Fremdbewirtschaftung). Bei einem Betrieb in Eigenbewirtschaftung finden sich Akteure aus der Schulgemeinde wie Elterninitiativen, Schüler*innen-Lehrer-Projekte oder Schüler*innen-Firmen, die sich für eine Zwischenverpflegung engagieren. Gerade bei Schüler*innen-Firmen erleben Kinder und Jugendliche, wie sie im Team arbeiten, eigene Ideen verwirklichen und gemeinsam Herausforderungen meistern. Für beide nachfolgenden Modelle ist zentral, dass Sie als Schule konkrete Absprachen zum Verpflegungsangebot treffen. Es ist sinnvoll, alle Verpflegungsangebote mit einheitlichen schulischen Standards in einem Verpflegungskonzept zu berücksichtigen.
Organisation in Eigenbewirtschaftung
- Wenn Sie das Pausenangebot aus der Schulgemeinschaft heraus gestalten, wird es zu einem wichtigen Identifikationsfaktor.
- Sie können das Angebot zudem in pädagogische Prozesse bzw. in die Ernährungsbildung einbinden.
- Demgegenüber steht ein gewisser Organisationsaufwand. Sie sind als Schule für alle Aspekte der Verpflegung verantwortlich. Dazu gehört auch die Einhaltung rechtlicher und hygienischer Aspekte.
- Wenn Sie Eltern ehrenamtlich einbinden, muss deren Engagement nicht unbedingt von Dauer sein. Dies erfordert einen Planungsaufwand, für den sich jemand verantwortlich erklären muss.
Organisation in Fremdbewirtschaftung
- Wenn Sie einen Caterer oder einen externen Betreiber mit der Organisation der Zwischenverpflegung beauftragen, schaffen Sie sich viel Freiraum.
- Professionelle Betreiber kennen sich mit allen rechtlichen Aspekten insbesondere der Hygiene aus. Die Preise sind i.d.R. höher, da Externe auch mehr Kosten decken müssen (z. B. Personalkosten, Geräte, Pacht).
- Verbindliche Absprachen zur Angebotsgestaltung sind erforderlich.
Kostenfreies Frühstück in der Schule
Viele Schulen ermöglichen mit Hilfe von Sponsoren in Kooperation mit einer gemeinnützigen Organisation oder in Eigenregie auch ein kostenfreies Frühstück. Damit sorgen sie nicht nur für eine ausgewogene Ernährung, sondern schaffen auch den Rahmen für ein gemeinsames Ankommen – ein wichtiger Beitrag für das soziale Miteinander und die Lernbereitschaft. Die wichtigste Grundlage sollte weiterhin das Frühstück zuhause und/oder eine Brotdose sein, die Eltern ihren Kindern mitgeben. Der Wegweiser „Frühstücken in der Schule“ von der DGE bietet Grund- und Förderschulen praxisnahe Tipps für die Konzeption und Umsetzung. Im Projekt „Gut gefrühstückt in den Schultag“ greift die Vernetzungsstelle dieses Thema für die weiterführenden Schulen auf.
