Mai 2020

Schulverpflegung in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie wirft unzählige Fragen rund um den Schulalltag auf, und damit auch um den richtigen Umgang mit der Verpflegungssituation von Kindern in Schule.

Als direkter Ansprechpartner für Fragestellungen rund um die Qualität, die Organisation und die Gestaltung von Schulverpflegung auch in der aktuellen Situation, stehen wir Ihnen bei der Entwicklung von Lösungsansätzen für die Umsetzung an Ihrer Schule zur Verfügung.

Einige Fragen, insbesondere zur Schulverpflegung, haben wir auf dieser Seite zusammengetragen, beantwortet und mit weiterführenden Informationen und Links ergänzt*.

 
Wo finde ich aktuelle und fachlich gesicherte Informationen zur „Corona-Lage“, zum Coronavirus (SARS-CoV-2) und zu der Erkrankung COVID-19?

Das Robert Koch Institut (RKI) hat umfassende Informationen sowie „Antworten auf häufig gestellte Fragen“ zusammengestellt und verweist darüber hinaus auf die jeweils zuständige Anlaufstelle. Lesen Sie hier mehr.

Informationen zum Coronavirus bekommen Sie vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Weitere Fragen und Antworten hat das BfR hier zusammengestellt (Stand: 23.04.2020).

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kommuniziert auf ihrer Homepage aktuelle und fachlich gesicherte Informationen zum Coronavirus und erklärt in einem Kurzfilm „Warum Abstand halten so wichtig ist“. Erfahren Sie hier mehr.

Aktuelle Informationen und Geschehnisse sowie die Telefonnummer der Hotline der Niedersächsischen Landesregierung zum Coronavirus finden Sie hier. Aktuelle, darüber hinausreichende Informationen gibt es vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) oder den örtlichen Behörden.

Darüber hinaus gibt es weitere Institutionen, die aktuelle und fachlich gesicherte Informationen zur Corona-Pandemie kommunizieren. Aus Gründen der Übersichtlichkeit haben wir darauf verzichtet, an dieser Stelle alle aufzuführen. Die wichtigsten Fragen und Antworten aus dem Bereich Schulverpflegung haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt:

Wo finde ich aktuelle Informationen zum Schulalltag in Niedersachsen?

Auf der Internetseite des Niedersächsischen Kultusministeriums (MK) finden Sie Informationen zu „Covid-19 (Corona): Informationen für Schulen, Kitas, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler“. Dort erfahren Sie beispielweise mehr über die schrittweise Öffnung von Schulen und können sich über den „Niedersächsischen Rahmenhygieneplan Corona Schule“ informieren.

Diesen, eine dazugehörige Checkliste sowie weitere aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Niedersächsischen Landesschulbehörde (NLSchB) unter „Coronavirus und Schule – Alle Informationen“.

Welche Maßnahmen sind erforderlich, um eine Verpflegung in Schulen zu ermöglichen?

Über kurz oder lang werden kreative, umsetzbare Lösungen notwendig sein, um die Verpflegung von Kindern in Bildungseinrichtungen sicherzustellen, deren Familien zu entlasten und den Caterern/Mensabetreibern eine Perspektive zu geben. Für die Umsetzung einer Verpflegung haben wir für Sie „Tipps und Handlungsempfehlungen zur Verpflegungssituation in Schulen zu Zeiten von Corona“ zusammengestellt. Bitte beachten Sie, dass Sie bei Planung von Hygiene- und Abstandsregelungen an Ihrer Schule das zuständige Gesundheitsamt einbeziehen, um sich Ihre Maßnahmen genehmigen zu lassen!

(Alle Angaben sind ohne Gewähr sowie ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität.)

Wie kann ich mich und meine Mitmenschen vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen?

Eine gründliche Handhygiene, das Einhalten der Mindestabstände zu anderen Menschen und der Niesetikette sowie das Tragen von Mund- und Nasenschutz können das Infektionsrisiko verringern.

Wie Sie sich und andere schützen können, können Sie beispielweise auf der Homepage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter „Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Alltag und im Miteinander“ nachlesen. Die wichtigsten „Hygienetipps“ wurden ebenfalls von der BZgA in einer Übersicht anschaulich zusammengefasst.

Lesen Sie ebenfalls hier mehr über die Vorschriften der Landesregierung und die aktuellen Verordnungen des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (MS).

Auch zu diesem Thema gibt es noch weitere Informationen und Übersichten von anderen Institutionen, die hier nicht alle aufgeführt sind.

Können Coronaviren über Lebensmittel übertragen werden (z.B. in der Mensa)?

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt es derzeit keinen Nachweis, dass sich Menschen über kontaminierte Lebensmittel mit dem Coronavirus infiziert haben. Dennoch sollte beim Umgang mit Lebensmitteln verstärkt auf die allgemeinen Hygienerichtlinien/-vorschriften geachtet werden und die richtigen Temperaturen bei Lagerung und Zubereitung eingehalten werden. Erfahren Sie hier mehr dazu.

Welche Verhaltensregeln sind beim Verzehr von Lebensmitteln im Schulalltag zu beachten?

Generell sollte darauf geachtet werden, dass die Kinder sich vor und nach dem Verzehr von Lebensmitteln gründlich die Hände waschen. Jedes Kind sollte nur das eigene Essen verzehren und nicht mit anderen Kinder tauschen oder von ihnen probieren. Während des Essens sollte der Mindestabstand eingehalten werden. Die Schülerinnen und Schüler sollten die ggf. benutzte „Brotbox“ bzw. das benutzte Geschirr oder Besteck am Ende der Essenspause wieder in der eigenen Schultasche verstauen, am besten in einem extra für den Transport gedachten Behältnis (Dose, Plastiktüte o.ä.) oder eigenständig an den für das „Schmutz-Geschirr“ vorgesehenen Ort abgeben.

Lesen Sie auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mehr zu den „Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Alltag und im Miteinander“. Die wichtigsten „Hygienetipps“ wurden ebenfalls von der BZgA in einer Übersicht anschaulich zusammengefasst.

Darf das EU-Schulprogramm weitergeführt werden?

Wenn von Seiten der Schule, des Schulträgers und des Lieferanten die organisatorischen und hygienischen Voraussetzungen eingehalten werden können, darf das EU-Schulprogramm an den teilnehmenden Schulen bzw. Einrichtungen fortgesetzt werden.

Bis zum 05.05.2020 wird für niedersächsische und bremische Bildungseinrichtungen ein Online-Bewerbungsverfahren für die Teilnahme am EU-Schulprogramm im Schuljahr 2020/21 durchgeführt. In diesem Zusammenhang weist das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) darauf hin, dass das Bewerbungsverfahren trotz aktueller Schulschließungen wie gewohnt stattfindet. Änderungen werden vom Ministerium hier bekannt gegeben.

Was gibt es bei der Lagerung und Zubereitung von und dem Umgang mit Lebensmitteln zu beachten?

Generell sollten bei der Lagerung, dem Umgang mit und der Zubereitung von Lebensmitteln die allgemeinen Hygienerichtlinien/-vorschriften und Temperaturen eingehalten werden. Diese hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unter „Verbraucherschutztipps: Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt“ und unter „Information: Hygieneregeln in der Gemeinschaftsgastronomie“ in Kooperation mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zusammengefasst. Das Merkblatt „Temperaturen“ der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen gibt Hinweise auf die richtigen Lager- und Ausgabetemperaturen.

Kann ich mich in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung über Besteck oder Geschirr mit dem Coronavirus infizieren?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beantwortet diese Frage wie folgt: „Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Besteck oder Geschirr gelangen und auf diesen festen Oberflächen eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion erscheint dann möglich, wenn das Virus über das Besteck oder über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird. Dem BfR sind jedoch bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über diesen Übertragungsweg bekannt.“

(Quelle: https://www.bfr.bund.de/cm/343/kann-das-neuartige-coronavirus-ueber-lebensmittel-und-gegenstaende-uebertragen-werden.pdf, Seite 2und 3, Stand: 29.04.2020)

Kann das Coronavirus durch den Geschirrspüler oder das Abwaschen per Hand auf Besteck und Geschirr inaktiviert werden?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beantwortet diese Frage wie folgt: „Als behüllte Viren, deren Erbgut von einer Fettschicht (Lipidschicht) umhüllt ist, reagieren Coronaviren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole und Tenside, die als Fettlöser in Seifen und Geschirrspülmitteln enthalten sind. Wenngleich für SARS-CoV-2 hierfür noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird. Das gilt insbesondere auch dann, wenn im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird.“

(Quelle: https://www.bfr.bund.de/cm/343/kann-das-neuartige-coronavirus-ueber-lebensmittel-und-gegenstaende-uebertragen-werden.pdf, Seite 3, Stand: 29.04.2020)

Stellen Trinkwasserspender in der Schule ein Übertragungsrisiko dar?

Laut Umweltbundesamt ist eine Übertragung des Coronavirus über das Trinken von Leitungswasser höchst unwahrscheinlich. Erfahren Sie hier mehr.

Allerdings sollte bei der Nutzung von Trinkwasserspendern generell auf einen hygienischen Betrieb geachtet werden. Alle wichtigen Informationen zum Trinkwasserspender in der Schulverpflegung wurden auf unserer Homepage für Sie zusammengestellt. Vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erhalten Sie Informationen zum „Hygienischer Betrieb von freistehenden Wasserspendern“. „Hygienemängel bei Wasserspendern“ werden ebenfalls vom BfR aufgegriffen

Wie können Eltern für eine optimale Verpflegung im Schulalltag sorgen?

Wenn keine oder eingeschränkte Verpflegungsmöglichkeiten in der Schule vorhanden sind, sollte den Kindern ausreichend Essen und Trinken von zu Hause mitgegeben werden.

Anregungen für die „Brotbox“ – lassen Sie sich inspirieren:

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) gibt Tipps für die Gestaltung des Pausenbrotes. Lesen Sie mehr über „Das ideale Pausenfrühstück – Was sollen Kinder mit in die Schule nehmen?“.

Auch das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) macht deutlich, welche Lebensmittel und Getränke zu einem „vollwertigen Pausensnack“ gehören und zeigt auf, was nicht in die Brotdose gehören sollte. Darüber hinaus erhalten Sie Tipps, wie Sie Ihre Kinder schrittweise an eine gesunde Pausenverpflegung heranführen können. Erfahren Sie hier mehr.

In der „Schule + Essen = Note 1 – Rezeptdatenbank“ erhalten Sie Anregungen, was Sie Ihrem Kind neben der „klassischen Stulle“ außerdem noch mit in die Schule geben können. Wie wäre es mit einer Brokkoli-Tomaten-Dinkel-Quiche, einem Crêpes mit Möhren-Zucchini-Rindfleisch-Füllung, einem grünen Smoothie (Feldsalat, Blattspinat, Sellerie, Banane, Kiwi) und dazu Müslistange mit Butter, einem Vollkornnudelsalat mit Thunfisch, Tomate, Gurke und Mais oder einem Vollkornbrötchen mit Gemüsefrikadelle und einem Apfel?

Holen Sie sich auch Snack-Inspiration in der Rezeptbroschüre „Mach’s Mahl“ vom Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg an der Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum (LEL)

Zum Thema „Snacks“ haben wir auf unserer Homepage Informationen für Sie zusammengestellt.

*Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit sowie Aktualität.