IN FORM-Projekt

Lebensmittelwertschätzung in der Schule

In diesem Projekt wurden Schüler*innen für die Wertschätzung von Lebensmitteln und ihr eigenes Handeln sensibilisiert. 

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Wer Tellerreste vermeidet, leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaschutz. Hier setzt das IN FORM-Projekt Lebensmittelwertschätzung in der Schulverpflegung an – mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler für den Wert von Lebensmitteln zu sensibilisieren und nachhaltige Strategien zur Vermeidung von Tellerresten zu entwickeln. In der Förderphase von 2019 bis 2020 haben sechs weiterführende Schulen für jeweils vier Wochen am Projekt teilgenommen. Begleitend zu den Aktionen an Schulen entstand die Online-Lerneinheit Lebensmittelwertschätzung in der Schulverpflegung.

Tellerreste sichtbar machen

Das Messen von Lebensmittelabfällen mit einer Waage veranschaulicht das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung: Jede*r kann auf der Gewichtsanzeige sehen, wie der eigene Tellerrest die Gesamtabfallmenge erhöht. Auf ein ganzes Jahr umgerechnet entstehen durch diese Ressourcenverschwendung unnötige Klimagase; es lohnt sich also herauszufinden, welche Gründe Schüler*innen für ihre Abfälle angeben, beispielsweise über Gespräche mit den Mensagästen oder andere Feedbackmöglichkeiten. Die Ergebnisse lassen sich auf dem Aktionsplakat „Verschwenden beenden“ dokumentieren und anschließend weiterbearbeiten.

Ministerin von Projekt überzeugt

Auch die niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Barbara Otte-Kinast hat sich von dem Projekt überzeugt. Sie war an Elsa-Brändström-Schule in Hannover zu Gast und ist dort in den Dialog mit den Schüler*innen getreten. Lesen Sie hier mehr.

Informationen und Materialien

Auch nach der Förderphase können sich interessierte Schulen direkt an die Vernetzungsstelle wenden und eine Anleitung und ein Materialpaket für die eigenständige Umsetzung anfordern. Wir beraten und unterstützen Sie gern!

Ablauf der Aktion

Die Aktion ist auf einen Zeitraum von 4 Wochen angelegt. Ziel ist es, in diesem Zeitraum Stellschrauben zu identifizieren, damit dauerhaft weniger Lebensmittelabfälle anfallen. Lösungen reichen beispielsweise von mehr Wahlmöglichkeiten bei der Ausgabe bis hin zu Veränderungen der Pausenzeiten. Weitere Ideen sind in der Broschüre Wege zu nachhaltiger Schul- und Kitaverpflegung dargestellt (ab Seite 18).

Woche 1

Während dieser Zeit beschäftigen sich die Schüler*innen im Unterricht mit den Hintergründen, Fakten und Folgen von Lebensmittelverschwendung und damit, wie sie selber im Alltag Lebensmittelabfälle vermeiden können. Zum Einsatz kommen hier die Bildungsmaterialien der Bundesinitiative Zu gut für die Tonne.

Woche 2

Im nächsten Schritt werden an einer Messstation in der Schulmensa die anfallenden Tellerreste gewogen und die Gäste nach Gründen für ihre Reste befragt. Dazu steht ein Aktionsplakat zur Verfügung, auf dem die Abfallreste und Gründe notiert werden können.

Woche 3 und 4

Abschließend erarbeitet ein Schulgremium, zusammengesetzt aus Schülervertreter*innen, Lehrer*innen, dem Caterer, Mensamitarbeiter*innen, pädagogischen Mitarbeiter*innen und Elternvertreter*innen konkrete Lösungsansätze, um die Schulverpflegung abfallärmer zu gestalten.

Projektfinanzierung

Das niedersächsische Projekt ist Teil eines durch Mittel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finanzierten Verbundprojektes der fünf Nordbundesländer Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Unter dem Titel „Wissenstransfer zum Thema Ressourcenmanagement für die Bereiche nachhaltige Verpflegung und Ernährung in Schulen und Kitas“ entstanden im Projektzeitraum 2019 bis 2020 zahlreiche Umsetzungsideen und Materialien, dokumentiert in der Broschüre Wege zu nachhaltiger Schul- und Kitaverpflegung.