IN FORM-Projekt
Lebensmittelwertschätzung in der Schule
In diesem Projekt wurden Schüler*innen für die Wertschätzung von Lebensmitteln und ihr eigenes Handeln sensibilisiert.
Weitere Informationen:
Online-Lerneinheit „Lebensmittelwertschätzung in der Schulverpflegung“
Internetbeitrag zum Thema „Lebensmittelabfälle“
Kostenfreies Material zur Tellerrestemessung anfordern
Über das Projekt
Schulverpflegung kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zum Beispiel, indem Lebensmittelabfälle vermieden werden und Verpflegungsanbietende und Schulakteure für das Thema nachhaltige Schulverpflegung sensibilisiert werden. Hier setzt das IN FORM-Projekt „Lebensmittelwertschätzung in der Schulverpflegung“ an. In der Förderphase von 2019 bis 2020 fand das Projekt als Teil eines Verbundprojekts der Nordbundesländer statt. Im Rahmen des Verbundprojekts und des niedersächsischen Projekts entstanden mehrere Aktionsmaterialien:
Material aus Niedersachsen: Online-Lerneinheit Lebensmittelwertschätzung in der Schulverpflegung
Übersicht aller Materialien: Handreichung „Wege zu nachhaltiger Schul- und Kitaverpflegung“
Projektziel
Schüler*innen für den Wert von Lebensmitteln sensibilisieren und nachhaltige Strategien zur Vermeidung von Tellerresten entwickeln.
Projektablauf
Im Rahmen des Projekts wurde an sechs Projektschulen eine Messaktion von Tellerresten in der Schulmensa durchgeführt. Das Messen von Lebensmittelabfällen mit einer Waage veranschaulicht das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung: Jede*r kann auf der Gewichtsanzeige sehen, wie der eigene Tellerrest die Gesamtabfallmenge erhöht und damit dem Klima schadet. Anhand der Tellermessung wurden Gründe für Abfälle erörtert, beispielsweise über Gespräche mit den Mensagästen oder andere Feedbackmöglichkeiten. Die Ergebnisse wurden auf dem Aktionsplakat „Verschwenden beenden“ dokumentiert und anschließend weiterbearbeitet.
Die Messaktion ist auf einen Zeitraum von 4 Wochen angelegt. Ziel ist es, in diesem Zeitraum Stellschrauben zu identifizieren, damit dauerhaft weniger Lebensmittelabfälle anfallen. Lösungen reichen beispielsweise von mehr Wahlmöglichkeiten bei der Ausgabe bis hin zu Veränderungen der Pausenzeiten. Weitere Ideen sind in der Broschüre Wege zu nachhaltiger Schul- und Kitaverpflegung dargestellt (ab Seite 18).
Woche 1: Vorbereitung im Unterricht
Während dieser Zeit beschäftigen sich die Schüler*innen im Unterricht mit den Hintergründen, Fakten und Folgen von Lebensmittelverschwendung und damit, wie sie selber im Alltag Lebensmittelabfälle vermeiden können. Zum Einsatz kommen die Bildungsmaterialien der Bundesinitiative „Zu gut für die Tonne“.
Woche 2: Tellerrestemessung
Im nächsten Schritt werden an einer Messstation in der Schulmensa die anfallenden Tellerreste gewogen und die Gäste nach Gründen für ihre Reste befragt. Dazu steht ein Aktionsplakat zur Verfügung, auf dem die Abfallreste und Gründe notiert werden können. Das Aktionsplakat können Sie hier kostenfrei anfordern.
Woche 3 und 4: Gremienarbeit
Abschließend erarbeitet ein Schulgremium, zusammengesetzt aus Schülervertreter*innen, Lehrer*innen, dem Caterer, Mensamitarbeiter*innen, pädagogischen Mitarbeiter*innen und Elternvertreter*innen konkrete Lösungsansätze, um die Schulverpflegung abfallärmer zu gestalten.
Finanzierung
Das niedersächsische Projekt ist Teil eines durch Mittel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finanzierten Verbundprojektes der fünf Nordbundesländer Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Unter dem Titel „Wissenstransfer zum Thema Ressourcenmanagement für die Bereiche nachhaltige Verpflegung und Ernährung in Schulen und Kitas“ entstanden im Projektzeitraum 2019 bis 2020 zahlreiche Umsetzungsideen und Materialien, dokumentiert in der Broschüre Wege zu nachhaltiger Schul- und Kitaverpflegung.